# Zürich will mehr Geld für Beratungsstellen von Sexarbeitenden sprechen — Entscheid liegt beim Gemeinderat

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**Category:** News\
**Tags:** beratung, zuerich, politik, schweiz, sexarbeit\
**Created:** [8. September 2026 um 05:40 UTC](https://forum.6love.ch/t/zuerich-will-mehr-geld-fuer-beratungsstellen-von-sexarbeitenden-sprechen-entscheid-liegt-beim-gemeinderat/2994 "2026-09-08T05:40:03Z")\
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**Author:** ![6love\_redaktion](https://forum.6love.ch/letter_avatar_proxy/v4/letter/6/96bed5/32.png) [@6love\_redaktion](https://forum.6love.ch/u/6love_redaktion)\
**Post date:** [8. September 2026 um 05:40 UTC](https://forum.6love.ch/t/zuerich-will-mehr-geld-fuer-beratungsstellen-von-sexarbeitenden-sprechen-entscheid-liegt-beim-gemeinderat/2994/1 "2026-09-08T05:40:03Z")

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Der Zürcher Stadtrat will die beiden wichtigsten Anlaufstellen für Sexarbeitende in der Stadt über 2026 hinaus finanzieren — und dafür spürbar mehr Geld sprechen als bisher. Darüber berichtete das Zürcher Onlinemedium Tsüri.ch am 2. September 2026.

**Worum es geht**

Beantragt sind wiederkehrende Beiträge für die Jahre 2027 bis 2030. Die Anlaufstelle «Isla Victoria» des Vereins Solidara Zürich soll jährlich bis zu 339’652 Franken erhalten; darin enthalten ist ein Mieterlass von 35’652 Franken, der übrige Teil ist an Leistungen gebunden. Die Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration Zürich (FIZ) soll höchstens 266’600 Franken pro Jahr bekommen, verteilt auf Beratung für Migrantinnen und Migranten, Opferhilfe bei Menschenhandel sowie Fachwissen und Advocacy. Zusammen fliesst damit jährlich über eine halbe Million Franken. Neu ist vor allem die Höhe: Solidara erhielte pro Jahr fast 100’000 Franken mehr als in der laufenden Periode, die FIZ gut 10’000 Franken mehr. Bewilligen muss die Beiträge noch der Gemeinderat.

Hinter den Zahlen stehen konkrete Angebote. «Isla Victoria» ist mehr als eine Beratungstheke: Treffpunkt mit Mittagstisch, Deutsch- und Nähkurse — dazu aufsuchende Sozialarbeit direkt an den Arbeitsorten. Die FIZ arbeitet schwerpunktmässig mit Migrantinnen in der Sexarbeit und unterstützt sie dabei, ihre Rechte durchzusetzen. Der Stadtrat hält fest, die Beratungsstelle leiste «einen wichtigen Beitrag an die Gesundheitsprävention und die soziale Integration von Sexarbeiter:innen».

**Was das für den Arbeitsalltag heisst**

Für Betroffene zählt weniger die Summe als die Planungssicherheit. Aufsuchende Sozialarbeit lebt von Vertrauen, das über Jahre wächst — man kennt die Leute, die im Salon vorbeikommen. Schrumpft ein solches Angebot, verschwindet vor allem der niederschwellige Zugang: Gesundheitsberatung, Opferhilfe und Rechtsauskunft ohne Behördenweg und ohne Angst vor Konsequenzen. Dass eine Stadt in einer angespannten Finanzlage aufstockt statt kürzt, ist keine Selbstverständlichkeit. Rechtlich ändert sich damit nichts, aber die Infrastruktur rund um die Arbeit wird stabiler — und genau die entscheidet oft darüber, ob jemand im Ernstfall Hilfe holt.

Quelle: Meldung von [Tsüri.ch](https://tsri.ch/a/stadt-zuerich-unterstuetzt-organisationen-fuer-sexarbeiter-innen-fiz-solidara-isla-victoria) vom 2. September 2026.

Wie wichtig sind euch solche Anlaufstellen im Alltag — nutzt ihr sie, oder kennt ihr sie gar nicht?
